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Erste "Nacht der Bibliotheken" in NRW: Erwartungen übertroffen


Landauf, landab: Volle Häuser, tolle Stimmung

In Strömen kamen die Besucher am Freitagabend in ganz Nordrhein-Westfalen in die Bibliotheken. "Diese erste ,Nacht der Bibliotheken' war ein Riesenerfolg", konnte Monika Rasche, stellvertretende Vorsitzende des Verbands der Bibliotheken in NRW (vbnw) und Leiterin der Stadtbibliothek Münster, denn auch zufrieden bilanzieren. Gut 50.000 Besucher beteiligten sich an mehr als 500 Veranstaltungen im ganzen Land, darunter Lesungen, Halloween-Partys, Taschenlampen-Führungen, Schwarzlicht- und Schattentheater. Das Konzept, nicht ein Großevent, sondern die "Kultur vor der Haustür" anzubieten, ging damit voll und ganz auf.

Schon der Vorverkauf zu Theateraufführungen und Lesungen hatte ahnen lassen, dass die "Nacht" auf großes Interesse stoßen würde. Vielerorts waren die Karten innerhalb weniger Tage ausverkauft. Trotzdem wurden die Erwartungen vielerorts noch übertroffen.

In keiner Kommune boten so viele Bibliotheken Programm an wie in Münster, so u.a. auch die Gefangenenbücherei der Justizvollzugsanstalt Münster. Allein bei den teils gemeinsamen Veranstaltungen der "Universitäts- und Landesbibliothek" sowie der Stadtbücherei wurden rund 3000 Besucher gezählt. "In der Stadtbücherei", so die Mitarbeiter, "tobte der Bär". Zwischen 19 Uhr und Mitternacht liehen sie 2500 Medien aus, so viele wie sonst an einem normalen Wochentag. Als der Türmer kurz nach Mitternacht zum Kehraus blies, gingen die letzten Besucher, einige mit ihren schlafenden Kindern auf dem Arm.

In der Fachhochschule Köln, die wie die anderen wissenschaftlichen Bibliotheken mit ihrer Teilnahme deutlich machen wollte, dass auch ihre Dienstleistung jedem Bürger offen steht, wurde bei der "Nacht der Bibliotheken" der Mörder nicht nur gesucht, sondern auch gefunden. Das anschließende Blueskonzert, bei dem der Bibliotheks-Chef selbst am Schlagzeug saß, ging gegen 2 Uhr morgens zu Ende. Auch hier: volles Haus, tolle Stimmung und der Kommentar der Besucher: "Warum macht ihr das nicht öfter?"

Tatsächlich: Ein Projekt, das auf so viel Gegenliebe stößt, muss wiederholt werden. Ob die "Nacht der Bibliotheken" allerdings im zwei- oder dreijährigen Rhythmus stattfinden wird, steht noch nicht fest. Denn der Aufwand ist groß und weder für die Organisation noch für die Programmgestaltung stehen öffentliche Mittel zur Verfügung.

Öffentliche Bibliotheken in der Offenen Ganztagsgrundschule

Arbeitshilfen für die Umsetzung

Gut 30 öffentliche Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen bringen sich im Schuljahr 2004/2005 mit Angeboten in die offene Ganztagsgrundschule ein.

Folgende öffentliche Bibliotheken machen Angebote in der offenen Ganztagsgrundschule:

Regierungsbezirk Arnsberg: : Bergkamen, Brilon, Dortmund, Ennepetal, Hamm, Holzwickede, Lüdenscheid, Selm, Witten

Regierungsbezirk Detmold: Bielefeld, Gütersloh, Hille, Minden, Rheda-Wiedenbrück

Regierungsbezirk Düsseldorf: Düsseldorf, Hilden, Kamp-Lintfort, Langenfeld, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Neuess, Oberhausen, Velbert, Wülfrath

Regierungsbezirk Köln: Bonn, Brühl, Hürth, Leichlingen, Neunkirchen

Regierungsbezirk Münster: Bocholt, Gelsenkirchen, Haltern am See, Steinfurt

Hier finden Sie Informationen zur organisatorischen Fragen , Konzepte zu Angeboten in der offenen Ganztagsgrundschule, Musterverträge und einiges Mehr zum Herunterladen.

Zum Einstieg


Zum Einstieg [DOC]

Handlungsschritte zur Beteiligung an der offenen Ganztagsgrundschule


Handlungsschritte [DOC]

Praktische Hinweise zur Umsetzung


Praktische Hinweise zur Umsetzung [DOC]

Rahmenvereinbarung zwischen dem vbnw und dem Land NRW


Rahmenvereinbarung [PDF]

Musterverträge

Mustervertrag-Träger-Bibliothek [DOC]
Mustervertrag-Träger-Honorarkraft [DOC]

Versicherungsschutz


Versicherungsschutz [DOC]

Angebote Öffentlicher Bibliotheken in der offenen Ganztagsgrundschule


Angebote-Stadtbüchereien Duesseldorf [DOC]
Angebote-Stadtbüchereien Hamm [DOC]
Bewegungspiele [DOC]

Fortbildungen


Fortbildungen [DOC]

Kontaktadressen


Kontaktadressen [DOC]

Bibliothekstag 2005

Mit rund 100 Teilnehmern aus etwa 80 Bibliotheken war der Bibliothekstag, zu dem der vbnw eingeladen hatte, gut besucht. In zwei Workshops stand das Thema "Info-Fitness - Lust und Last mit der Informationskompetenz" zur Diskussion. Dank an die Kollegen in Bochum, die anlässlich des 100jährigen Bestehens ihrer Bücherei den Bibliothekstag in ihren Räumen ausrichteten (Mehr: Mailring Juli 2005)

Das Protokoll der Mitgliederversammlung, die ebenfalls in Bochum stattfand und der Jahresbericht des Vorsitzenden können hier nachgelesen werden:

Begrüssung [PDF] [RTF]
Jahresbericht 2005 [DOC][PDF]
Protokoll [PDF]
Workshop [PDF][RTF]

 

Neue Bibliothek Bergheim: Resonanz hervorragend

Bunt, fröhlich und lebendig - so präsentierte sich die Stadtbibliothek Bergheim bei ihrer Eröffnung im Juni 2004. Einige Eindrücke aus dem neuen Haus hielt der Düsseldorfer Fotograf Jörg Müllers fest. Bereits ein halbes Jahr nach der Eröffnung sah die Bilanz mehr als positiv aus: Besuchersteigerung um 40%, Steigerung der Neuanmeldungen um 250%, Ausleihsteigerung um 86%.

Da mit der Eröffnung der neuen Stadtbibliothek zwei von drei Zweigstellen geschlossen wurden, erklärt sich vor allem die enorme Steigerung der Ausleihen. In Kürze sollen diese Zweigstellen in der Trägerschaft von Schulen der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung stehen. Alle Veranstaltungen der Bibliothek im neuen Haus waren überdurchschnittlich gut besucht, zur Lesung mit dem Bestseller-Autoren Frank Schätzing kamen über 400 Gäste.

Bauzeit:  November 2000 - Mai 2004
Baukosten:  5,16 Mio. €
Einrichtungs- und EDV-Kosten: 400 Tsd. €
Förderung durch das Land NRW  81 Tsd. € RFID-Technik
Planer: Architekturbüro Zander, Aachen
Bibliothekseinrichtung ekz.bibliotheksservice GmbH
Hauptnutzfläche: ca. 1.300 m²
Personal:  7,5 Stellen
Medienbestand:  42.000 Medien, Ziel-Medienbestand: 50.000 Medien
PC-Arbeitsplätze für Kunden  10 Arbeitsplätze, davon 3 OPACs und 7 Internetplätze
Öffnungsstunden: 31 Stunden pro Woche








22/05 2006

Hamm: Bibliothek des Jahres

Herzlichen Glückwunsch: Die Stadtbüchereien Hamm sind wegen ihrer Serviceleistungen und ihrer Projekte zur Leseförderung zur "Bibliothek des Jahres 2005" gewählt worden. Die Hammer Büchereien erhielten die Auszeichnung, weil sie, so die Jury, "unter schwierigen Rahmenbedingungen vorbildlich und kreativ neue Wege und Möglichkeiten der Bibliotheksarbeit beschreiten". Der mit 30.000 Euro dotierte Preis des Deutschen Bibliotheksverbandes und der "Zeit"-Stiftung wurde am 24. Oktober 2005, dem Tag der Bibliotheken, in Hamm verliehen.
Mehr unter http://www.bibliotheksverband.de/bibliothekdesjahres/html/2005/n-urkunde2005.html.

"Schätze"-Ausstellung im Landtag NRW

Auf reges Interesse stieß die Ausstellung "Schätze aus den Bibliotheken Nordrhein-Westfalens", die Ende Februar 2005 im Düsseldorfer Landtag von Landtagspräsident Ulrich Schmidt eröffnet wurde. Neben Minister Dr. Michael Vesper waren als Vertreter der Hauptsponsoren Ilse Brusis (Kunststiftung NRW) und Franz-Josef Kniola (Nordrhein-Westfalen Stiftung) anwesend, darüber hinaus zahlreiche Landtagsabgeordnete und Vertreter der Bibliotheken. In seiner Eröffnungsrede erinnerte der Vorsitzende des vbnw, Prof. Dr. Wolfgang Schmitz, an die territoriale Zersplitterung und späte Selbständigkeit des Landes, die eine zentrale bibliothekarische Lösung für die historischen Sammlungen verhinderten. Diese Vielfalt, so Schmitz, bedeute auch eine Chance.

Ohne die Unterstützung der Sponsoren - Kunststiftung NRW, WestLB, Nordrhein-Westfalen-Stiftung und Provinzial - und die engagierte Mitarbeit vieler Bibliotheken, die Exponate aus ihren Archiven zur Verfügung stellen - wäre eine solch hochkarätige Ausstellung nicht zu realisieren gewesen. Gezeigt werden neben Handschriften des Mittelalters, kostbaren Drucken, Kupferstichwerken und Rheinansichtswerken zum Beispiel die erste deutsche Koranübersetzung, die 1746 in Lemgo erschien, Autographen von Grabbe und Heine sowie eine Originalpartitur von Robert Schumanns Klavierkonzert op. 54. Folgende Bibliotheken steuerten Exponate bei:

Bibliothek der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen,
Universitäts- und Landesbibliothek Bonn,
Landesbibliothek Detmold, Landes- und Stadtbibliothek Dortmund,
Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf,
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf,
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln,
Bibliothek der Fachhochschule Köln,
Diözesanbibliothek Köln,
Schloss Krickenbeck,
Universitäts- und Landesbibliothek Münster.

Der Katalog zur Ausstellung (Farbe, 180 Seiten, Leineneinband) kann zum Preis von 20 Euro über Prof. Dr. Wolfgang Schmitz, Universitätsbibliothek Köln, Telefon 0221 - 470 2260, erworben werden.